21
Sep
2016
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Tag 2 – Brain Food Challenge

Mein Handbuch sagt, Tag zwei und drei laufen unter dem Motto „Miau“ … Netter weise hat Carsten einen exemplarischen Verlauf der Challenge skizziert. Schmusekätzchen oder Krallen ausfahren – der Tag wird’s zeigen.

06:19 Uhr

Aus dem Bett gepurzelt. Ich habe irgend wie das Gefühl, ich bin heute morgen müder als sonst, aber das kann auch einfach daran liegen, dass ich weiß was für ein langer Tag vor mir liegt. So hab ich noch im Halbschlaf beschlossen, dass der Sport heute leider den Kürzeren ziehen muss.

Jetzt heißt es „Morgen-Drink“ schlürfen – eine Mischung aus Himalaya-Salz, Limettensaft und Wasser. Gut, dass ich das eh schon jeden Morgen mache, da brauch ich mich nicht mehr an den Geschmack gewöhnen. Ehrlich gesagt, mag ich den Geschmack mittlerweile.

10:35 Uhr

Mein Rechner installiert gerade Patch 2 von 20. Super Sache, fast das ganze DIng ist lahmgelegt. Bestimmt schließt sich auch der Browser gleich wieder. Zeit noch mehr Eier zu balancieren. Eier balancieren? Jo! Mein neues Hobby. Geschickt bin ich heute morgen unser Standort-Frühstück im Büro umgangen. Dabei wurde gar kaiserlich aufgetafelt. Aber aus den wenigen Kleinigkeiten die auf der Tafel der Köstlichkeiten für mich dabei waren, hab ich mir nach und nach hart gekochte Eier gemopst. Carsten sagte, ich kann so viele Eier essen wie ich gleichzeitig in einer Hand balancieren kann.

Also los ging’s … ja, klar ganz einfach wird das ganze, wenn ich mir einfach den Zehnerpack geschlossen auf die Hand lege. Aber ich glaube das ist Beschiss. Also habe ich gestern vier rohe Eier auf der Hand balanciert. Um keine Schweinerei zu verursachen und man mit Essen ja nicht spielen soll, habe ich es erst mal dabei belassen. Aber bei hartgekochten Eiern, kann man sich ja schon mal trauen.

brainfoodchallenge_eier_balancieren

Also neue persönliche Bestleistung im Eier-Balancieren: 6

12:36 Uhr

(Mir scheint ich habe einen Hang dazu, „kurz nach halb“ mit dem Schreiben zu beginnen.)

Ich habe die Mittagspause zum Einkaufen genutzt, da ich heute bis 18:30 Uhr im Büro festhänge und mich dann zum Seminar spurten muss. Die Bilanz 12,21 € (2 cent gab’s geschenkt) beim Fleischer des Vertrauens und 5 € und ein bisschen für Gemüse beim Aldi. I know. Der Aldi sollte jetzt vielleicht nicht so ganz die erste Anlaufstelle sein, aber aus logistischen Gründen war es jetzt einfach mal die güntigste Alternative.

Die Hälfte vergessen habe ich natürlich trotzdem. Wahrscheinlich ist da wirklich was dran an der Sache mit der Planung und dem Einkaufslisten schreiben. Oroblem ist, jetzt hab ich zwar so stümper-anfänger-mäßig geplant gestern, aber mir nicht gemerkt was ich glepant hab, damit ich dann entsprechend einkaufen kann.

Merke: Mahlzeitenplanung muss in eine Einkaufliste überführt werden. (Einkaufsliste einstecken nicht vergessen!)

15:14 Uhr

Simone und ich habe gerade unsere „3-Minuten-Atempause“ beendet.Ich habe nämlich in der letzten Woche das Anleitungsposter aus der aktuellen Flow/Achtsamkeit an unser Whiteboard gehängt. Während ich so in mich hineinlauschte, war mir fast als würde sich ein kleiner Kopfschmerz entwickeln. Wahrscheinlich aber nur wenn man so ganz genau hinspürt.

brainfood_atempause

Mein Gesicht hingegen scheint weit weniger suptil Kirmes zu feiern und Konfetti in die Luft zu werfen. Eine wahre Hügellandschaft entpuppt sich entlang meines Unterkiefers. Ok, das klingt jetzt irgendwie ekelig. Ist es aber gar nicht. Man sieht fast nichts. Aber ich kann es fühlen. Phew, wie gut dass mir nicht jeder ins Gesicht langt.

Was ich mich frage: Hat das jetzt tatsächlich mit Tag 2 zu tun? Oder wäre es heute ohnehin so gekommen?

18:19 Uhr

Och nö, schon so spät. Jetzt werde ich es wohl nicht mehr schaffen, mir noch etwas zum Abendessen zuzubreiten, bevor ich zum Seminar muss. Hungrig 1,5 Stunden die Schulbank drücken. OH WEH! Ich tu mir jetzt schon Leid und die anderen mir auch. Aber dennoch schnell was für die persönliche Veränderung tun. Mein Schreibtisch sieht so ordentlich aus, dass die Kollegen morgen bestimmt denken, ich komme erst mal für eine Weile nicht wieder. Ehrlich, so ordentlich war der nicht mal als ich neulich in den Urlaub gefahren bin.

21:32 Uhr

Endlich zu Hause. Mein Magen knurrt ohne Ende – ich glaube fast an dem Punkt zu sein, wo man dann schon wieder keinen Hunger hat. Normalerweise schlafe ich um diese Zeit. Keine Ahnung wie ich jetzt noch alles schaffen soll.

Ich glaube übrigens das während des Seminars meine Haut weiter Party gefeiert hat. Ich hatte den Eindruck ich konnte regelrecht spüren wie wie literweise Fett an die Oberfläche befördert. Ok, akzeptiert, wieder ekelig. Ich werde es beobachten.

Seminar an sich, war sehr spannend. Es ging um Energie und den persönlichen Bedarf, gab einen ersten Einblick in die Nährstoffe und auch in die Antinährstoffe. Ein Begriff, den ich so vorher noch nie gehört hatte. Aber es war auch eine Menge Stoff, der erstmal verdaut werden will. Wirklich schön ist, dass schön jetzt anfangen sich Puzzleteile zusammen zu fügen. So hab ich jetzt eine Antwort parat, wenn mich das nächste Mal jemand fragt wie ich so viel essen kann und dennoch die Figur habe, die ich habe:

Ich muss mir ausreichend Energie und Nährstoffe zuführen, die gut für mich sind, um das, was schlecht für mich ist loswerden zukönnen. Wenn ich dies nicht in ausreichender Menge tue, klammert sich der Körper an alles was er bekommen kann. Daraus ergibt sich für mich nun ganz logisch, dass die selbe Menge an Energie in Form von gesunden, natürlichen Lebensmitteln rein mengen- und volumenmäßig natürlich mehr sein muss, als wenn ich auf verarbeitete Produkte zurückgreife. Sprich: eine reine Unterdeckung des tägliches Energiebedarfs wird mich (oder besser jemanden) nicht zwangsläufig zum gewünschten Abnehmerfolg führen.

21:56 Uhr

Der Herd ist aus. Wie hab ich das denn jetzt gemacht?! oO

Rekkord-Kochen! Ich habe in 20 Minuten Abendessen für heute gemacht, Frühstück für morgen und eine Hackfleischpfanne zum Mitnehmen vorgekocht. Inklusive Schnippeln. Jetzt essen, dann schlafen. Gepackt wird morgen früh. Der Wecker steht auf 05:18 Uhr.

Fazit

Zurück zur Katzen-Analogie: weder noch trifft es wahrscheinlich am besten. Die bösen Geister (Kopfweh, Entzugserscheinungungen von Zucker, Kohlenhydraten und Co.) sind im wesentlichen ausgeblieben. Zumindest heute. Das finde ich ganz gut. Ich gehe aber davon aus, dass es daran liegt, dass ich ja bereits zuvor auf das geachtet habe, was ich esse und Zucker, Kohlenhydrate und verarbeitete Lebensmittel eh schon eher selten auf meinem Speiseplan zu finden waren.

Zweites Fazit: Mein Standard-Tag ohne Sport ist ganz schön lahm-arschig. Ich verbringe um die 20 (!!!!) Stunden damit zu schlafen oder wenig bewegt rumzusitzen. Also Bürotiger statt Schmusekatze. An manchen Tagen fühlt es sich ja wirklich so an, wie eingesperrt. Nicht philosophisch werden – her mit dem errechneten Gesamtumsatz. Zahlen, Daten, Fakten!

Gesamtumsatz ‚La Franz‘: 1.962 kcal/Tag

Selbst ermittelt. Von mir.

Miau,

Franzi

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