28
Apr
2017
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Mini-Abum: Day in the Life

Hallo Freitag! Besser gesagt: Hallo Freitagabend. Heute fällt mir der Einstieg etwas schwer, denn ich bin quengelig. Gefühlt habe ich den halben Tag damit zu gebracht, Fotos zu schießen und zu bearbeiten. Nach zwei kompletten Durchgängen bin ich immer noch nicht zufrieden. Und wie gesagt quengelig. Ok, dass kann auch von einem dezenten Hüngerchen kommen. Auf jeden Fall, musste ich alles erst einmal beiseite legen, Einkaufen fahren und wäre dann um ein Haar noch mitten am Tag des lieben Seelenfriedens wegen in die Badewanne gestiegen. Aber statt letzterem habe ich mich jetzt entschlossen erst einmal, all meine Worte los zu werden und dann im Nachgang, den Text mit Fotos zu spicken.

Worum soll es denn heute aber eigentlich gehen? Sicher nicht um die freitäglichen Leiden der jungen (?!?!) Franzi, sondern um mein aller erstes Day in the Life™ Projekt – heute vor genau einer Woche. Im Rausch von Pizza und Erdbeerbowle – also Gluten und Alkohol – habe ich beim PAPIERPROJEKT Kreativ-Team Treffen Ende März den Entschluss gefasst, einen ganzen Tag mein Leben zu dokumentieren. Wer mich kennt, der weiß, ich arbeite am besten mit Terminen (und Zeitdruck) und so musste die Idee mit einem konkreten Termin besiegelt werden. Während einige meiner Kolleginnen vergangene Woche ganz regulär an der „offiziellen“ Week in the Life™ teilnahmen, hab ich mir zusammen mit einigen der anderen den Freitag als Dokumentationsobjekt zur Brust genommen.

Was ein Spaß! Bereits die Tage vorher habe ich mich gefühlt wie ein kleines Kind. Ich war völlig aus dem Häuschen! Hab mir überlegt mit welcher Regelmäßigkeit ich am Tag Fotos mache, welche Kamera ich benutze, welche Perspektiven … Da wurde alles an Equipment einmal ausgekramt und ausprobiert, was mir gerade in den Sinn kam. Ich muss dazu sagen, dass das retrospektiv betrachtet nicht ganz stimmt, denn vorgestern… da haben der Grinch und ich wirklich mal einen gucken lassen, was hier so an Kameras & Co. am Start ist. Aber dies ist Teil einer anderen Geschichte, die ich dir in den nächsten Wochen erzählen werde.

So fing das Projekt nun aber schon eigentlich Donnerstagabend an. Denn es wanderte die große Kamera mit ins Schlafzimmer. Zitat Grinch: „Das ist jetzt aber nicht dein Ernst?!“ Ich: „Doch! Morgen früh geht es doch los…“ Natürlich mit völligem Unverständnis für seine Frage in der Stimme. Und ganz ohne Scheiß, ich war so vorfreudig, dass ich für meine Verhältnisse außergewöhnlich lange zum Einschlafen gebraucht habe. Oder lag es vielleicht an meinem aufschlussreichen Austausch mit Renate über Stative? Auch das eine separate Story.

Es ist also Freitagsfrüh. Da ich freitags immer frei habe, klingt in der Regel kein Wecker, brauchte ich auch diesmal ganz besonders nicht, weil – siehe oben – Vorfreude schlägt Müdigkeit. Und so wurde mein erstes Foto noch vor 6 Uhr morgens auf Film gebannt – halt auf die SD-Karte meiner Nikon D80 (= meine große Kamera) gespeichert. Mit noch mal einschlafen, war dann nicht mehr viel. Mit im Bett rumlungern schon. Aber, ich brauch dir ja hier jetzt nicht erzählen, was dir die Bilder dieses Posts viel besser erzählen können.

Alles in allem war es ein toller Tag! Es war aufregend, den eigenen Alltag durch das fotografische Dokumentieren viel bewusster zu erleben. Da ich mich so darauf gefreut hatte, war es für mich auch ein Leichtes, an die Bilder zu denken. Hätte ich also die ganzen Erinnerungen in meinem Kalender gar nicht gebraucht, aber besser man hat als man hätte. Wie viele Bilder ich am Ende in Summe gemacht habe kann ich gar nicht sagen, aber es sind eigentlich fast alle „Szenen“ im Album irgendwie vertreten.

Eine zweite Sache, die mich am vergangenen Freitag besonders gefreut hat, war der rege Austausch mit den Mädels vom PAPIERPROJEKT Kreativ-Team. Zu wissen, ich mach das heute nicht alleine und die Motivation und Inspiration, die da über den gesamten Tag mein WhatsApp zum Glühen gebracht haben, haben mich glaub ich noch etwas mehr gepusht als wenn sie nicht da gewesen wären. Weißt du, was ich meine?

Vielleicht noch ein paar Worte zu meinem Album: Ich hatte bereits im Vorhinein eine ziemlich klare Vorstellung von dem, was ich machen will. Auch das nix Neues – ich sage ja immer, es muss erst im Kopf alles stehen, bevor es aufs Papier kommt. Ich hatte mir also vorab das Format 4×4 Inch gewählt und entschieden, dass ich meine Bilder später alle in schwarz-weiß drucken werde. Da ich ja immer noch Neuling im Metier Pocket Pages bin, schien mir das eine sichere Nummer, da ich mich so nicht um die Stimmigkeit von Farben sorgen musste. Denn ja, ich bin da ein bisschen freaky und es stresst mich, wenn das farblich nicht richtig passt.

Die Auswahl meiner Bilder und das Journaling dazu habe ich dann direkt am Samstag gemacht. 26 Bilder haben sich für die Aufnahme ins Album qualifiziert. Alle bis auf eines von mir wahlweise mit oder ohne Selbstauslöser gemacht. Mein gruseliges, hungriges Ich hat el Grincho dokumentiert. Am Ende ist es finde ich ein schöner Mix an Fotos.

Was die Deko angeht, gebe ich zu, tendiere ich zum Minimalismus. Mir war es wichtig, auf jeder Doppelseite ein wenig Farbe unterzubringen damit es nicht so ganz trist ist. Das Material dazu stammt aus vielen verschieden Quellen. Ich habe ja alles zusammen geworfen. Im Wesentlichen sind dies aber die drei Haupthersteller, die ich verwendet habe:

Und ja, ich habe jeglichen Respekt vor dem Zerschneiden von Karten (und Hüllen) aufgegeben. Besser zerschnitten und benutzt als ganz und in der Kiste verstaubt!

Mit dieser tollen Weisheit, komme ich dann mal zum Ende. Mein Ärger über die Fotos ist mittlerweile auch ein wenig verflogen und ich hoffe er kehrt gleich nicht zurück, wenn ich sie in den Text einfüge. Erste-Welt-Probleme, ich sag’s dir! Und ich hoffe du siehst es mir nach. Weißt du, ich bin so begeistert von dem Album, von den Fotos, davon wie es alles zusammen kommt… da möchte ich einfach, dass du es auch so schön siehst wie ich. Na ja, der eigene Anspruch halt…

Und wieder einmal, ein langer Text und mein Dank an dich fürs Durchhalten, solltest du bis hier her gekommen sein, und auch einfach dafür, dass du da bist.

Nun wünsche ich dir einfach noch ein wundervolles langes Wochenende und mache mich dann doch noch in die Badewanne. Hab ich mir jetzt doch verdient, oder?

Alles Liebe,
Franzi

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