22
Apr
2017
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Project Life – Ich hab’s getan!

Ich muss ehrlich gestehen, nachdem unser Thema beim letzten C’est La SchnipselRitter Blog Hop „Jungfrauen“ war, war ich echt geneigt, diesen Post hier unter dem Titel „Mein erstes Mal“ laufen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass es neben mir mindestens noch eine Person – nämlich Judith – gäbe, die diese Aufeinanderfolge witzig fände. Aber dann kam der rationale Moment, der an dich, lieben Leser denkt, und es für sinnvoll erachtet, wenn man dem Titel wenigstens ein Stück weit entnehmen kann, um was es heute tatsächlich geht. Nämlich meine allerersten Projekt Life© Seiten – EVER!

Ja, ich weiß ich hinke mal wieder der Zeit hinterher und hab in der Vergangenheit schon so oft gesagt: „Jetzt fang ich an!“ Aber wenn ich ehrlich bin, so hat mir immer der Mut dazu gefehlt. Nicht etwa die Materialien, nein, davon habe ich wahrscheinlich so viel im Schrank stehen, dass mich einige davon überleben werden. Nein, es ist tatsächlich so, dass ich immer Zweifel hatte – und auch noch habe, ob ich das kann.

Gefolgt von einem inneren: „Hab dich nicht so, so schwer kann das doch nicht sein.“

Und so wird dieser Post, wahrscheinlich wenig davon handeln, was in meinem Album ist, sondern mehr davon wie ich dahin gekommen bin.

Aller Anfang ist schwer

Schon als es um meine Swaps aus Amsterdam ging, habe ich dir erzählt, dass es mich aktuell mehr und mehr dazu hinzieht, mit Bildern und Erinnerungen zu arbeiten. Dass ich mein altes Mantra von bloß nicht zuviel Text zu einem Layout damit es meine Handschrift nicht kaputt macht, über Bord geworfen habe.

So kam es, dass doch wieder das Thema Project Life© – oder allgemeiner Pocket Pages Alben – auftauchte. Erst in einem WhatsApp Gespräch mit Felicitas von PAPIERPROJEKT, dann beim Durchstöbern der schönen Alben meiner Kreativ-Team Kolleginnen beim PAPIERPROJEKT Team Treffen Ende März … Ok zu aller aller erst im einem Gespräch mit Renate, aber das ist schon wieder 1,5 Jahre her. (WOW!) Glücklicherweise habe die Mädels mir alle Mut zugesprochen, man könne gar nix falsch machen. Leicht gesagt mit meterweise fertigen Alben im Schrank. So dachte ich. Aber es gab auch den Tipp, mich bei Ali Edwards umzuschauen. Es hieß, sie wäre eine der Besten, um zu lernen.

Und so arbeitete es ein paar Tage in mir, aber ich nahm mir fest vor, ich werde zeitnah mein erstes Album angehen. Um mir die Angst davor zu nehmen, habe ich mich bei Ali Edwards zum Kurs „Story Telling with Project Life“ angemeldet. Und ihn am vergangenen Osterwochenende komplett durchgearbeitet. Es grüßt der Streber in mir.

Fill those Pockets

Was soll ich sagen? Der Kern ist so einfach und ich liebe es mit welcher Klarheit sie es im Kurs kommuniziert: Alles was man tun muss, ist Fotos und Karten in diese verdammten Folien zu stecken. Ok, das Fluchen kommt von mir. Und besser es ist irgendwas drin, als gar nichts. Scheiß auf all die hunderte von tausenden Embellishments, die das Leben bunter und die Auswahl schwerer machen. Im Zweifel kommt es darauf doch gar nicht an.

Also habe ich angefangen meinen April zu dokumentieren. Erstmal im Format 6×8 inch. Irgendwie erscheint mir das weniger beängstigend als die großen 12×12 inch Seiten. Und ich habe mir gesagt, wenn nicht jeder Tag dabei ist, ist das auch ok. Ich nehme die, zu denen ich auch was erzählen kann. Da ich gern viel erzähle, werden es wahrscheinlich doch fast alle Tage werden, aber dann passt das ja auch wieder.

Mit der ersten Handvoll Fotos saß ich dann also da an meinem Schreibtisch und die Aufregung ging los. Vielleicht hast du meine kleine Story zur Selbstmotivation auf Instagram gesehen. Musste sein. Damit war es offiziell und es gab kein Zurück. Rein mit den Bildern in die Taschen!

Die Qual der (Material-) Wahl

Wie oben schon geschrieben: Wenn es mir an irgendetwas definitiv NICHT mangelt, dann sind es Project Life© Karten in jeder Größe, Farbe und Beschaffenheit, in der sie sich unter dieser Sonne darbieten. Nein. Ich habe wirklich mehr als genug. Ganz zu schweigen von diversen Zubehörkits, die ich zum Teil nicht nur einmal mein Eigen nenne.

Während ich also Stunde um Stunde den Videos und Präsentationen zum Thema lauschte, beschlich mich der Wunsche, einfach alles auf einen Haufen zu hauen. Ich meine, who cares?! Alle Project Life© Sachen, die ich besitze, verlassen spätestens mit Ende dieses Jahreshauptkatalogs das Stampin‘ Up! Sortiment und es kommt was neues, eigenes. Da interressiert es doch keinen mehr – wenn überhaupt – aus welchem Kit, welche Karte stammt. Denn – sorry Leute – das hier, das mache ich für mich. Und mir ist Wurscht wo es herkommt, Hauptsache es passt.

Also habe ich die Karten aller meiner Kits zusammen sortiert: erst nach Größe und dann nach einigen Kriterien, wie zum Journaling, nur Muster, mit Prompt oder Schriftzug, etc. Auch die Zubehörsets habe ich rücksichtslos zusammengewürfelt. Und weißt du was? Mir geht es blendet damit! Weniger um das ich mir Sorgen machen muss und mehr Platz im Schrank.

Und tatsächlich, als ich erstmal angefangen hatte, fielen mir die richtigen Karten ganz von allein in die Hände. Oder ich bin einfach nicht mehr so wählerisch – aka selbstkritisch.

Warum das Ganze?

Eine Lektion des Kurses ging darum sich mit seinem persönlichen Grund auseinander zusetzen, warum man dieses Projekt angehen möchte. Für mich war das schnell glasklar: Ich möchte mich an die Kleinigkeiten erinnern, die das Leben ausmachen. Nicht nur die großen Ereignisse. Und ja, ich gebe zu, ich habe Angst, zu vergessen.

Die Geschichten

Mein Glück ist, dass ich schon immer gern Geschichten (des Lebens) erzählt bzw. aufgeschrieben habe. Nicht immer für die Öffentlichkeit, aber manchmal schon. Mein erstes „Blog“ auf MySpace müsste ich mal wieder raussuchen, fällt mir da ein. Und der gelehrte oder besser empfohlene Ansatz basiert auf den Geschichten. Läuft also.

Meine ersten Geschichten für April konnte ich ganz einfach aus meinem kleinen Notizbuch, mit einer Erinnerung am Tag, entnehmen, so dass die meisten Texte auf den Karten, die du hier siehst, mehr oder weniger einfach 1:1 übernommen sind. Was es leichter macht. Es ist kein Stolperstein mehr, denn ich habe es ja schon einmal notiert. Und zwar genau aus dem Grund.

Im Flow

Wie gesagt, ich habe den Kurs komplett am Wochenende durch gearbeitet. Aber es führte dazu, dass ich im Flow war. Ich wollte weiter machen, es hat funktioniert. UND: es gefällt mir so gar. Und so kam Seite um Seite, Foto um Foto dazu. Am Ende hab ich jetzt zwar gerade mal eine Woche beisammen, aber auch hier gilt: who cares? Mein Album, mein Tempo, meine Anzahl von Seiten, Fotos und Geschichten.

Das soll natürlich nicht heißen, dass ich dich in Zukunft nicht mehr an dem Projekt teilhaben lassen werde. Im Gegenteil, natürlich möchte ich das Ergebnis auch teilen. Denn auch hier gilt, es macht es offiziell und verbindlich. Also ein Grund dran zu bleiben. Wo mit ich gerade kein Problem hab, weil begeistert von meiner neuen Strategie, aber ich denke es werden auch andere Zeiten kommen.

Im Übermut

Wie ich da nun also völlig begeistert bei der Sache war, überkam mich der Übermut und ich wollte auch noch unbedingt Erinnerungsstücke aufnehmen. Und so findet sich jetzt zwischen den beiden letzten Seiten der OnStage Dokumentation der Briefumschlag mit der Einladung zu Center Stage wieder. Passte perfekt von der Größe und ich kann noch mehr Kram reinstopfen. Und wenn es mir mal nicht mehr gefällt, einfach ausheften. Problem gelöst. Das heißt aber auch, die Seite sieht eigentlich so aus:

Mein Fazit

Ich bin geflasht davon, wie einfach es sein kann, wenn man an die Hand genommen wird und eine Strategie angeboten bekommt, die auf die eigenen Bedürfnisse passt. Ich hoffe, ich kann eine Routine entwickeln, die über das Anfangshoch hinaus anhält und mich beständig meine Erinnerungen festhalten lässt.

Abgesehen davon… Nun ja, habe ich mich zu weiteren Kursen angemeldet und starte in diesem Monat gemeinsam mit Renate und hoffentlich auch Judith (?) mit dem monatlichen Story Kit von Ali Edwards. Schauen wir, was auf uns zukommt!

Dir auf jeden Fall vielen Dank, dass du diesen Post bis zum Ende gelesen hast. Ich weiß wie das ist, wenn man doch eigentlich nur schöne Bilder sehen will, schnell konsumieren, weil keine Zeit und dann fängt da einer an so richtig zu labern. Danke, dass du mir zugehört hast.

Bis zum nächsten Mal, alles Liebe,
Franzi